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Bird, Larry E-Mail
Geschrieben von Kevin Garnett    Mittwoch, 18. Juli 2007
Image Erinnert man sich an die Spielzeiten der NBA in den 80er Jahren zurück, so werden einem gerade zwei Namen ins Gedächtnis gerufen. Larry Bird und Earvin „Magic“ Johnson. Diese beiden Spieler zeichneten sich dafür verantwortlich, dass es in den Jahren von 1980 bis 1990 zu einer wahren Renaissance in der amerikanischen Basketballprofiliga kam. Ende der 70er Jahre lag die NBA, was die Popularität anging, noch hinter Baseball zurück dessen World Series das Sportereignis des Jahres darstellte.

Larry Bird und Magic Johnson brachten der NBA durch ihre packenden Duelle nicht nur mehr Zuschauer, sondern leiteten auch ein Umdenken in der vom kraftvollen Powerplay beherrschten NBA ein. Larry Bird spielte insgesamt 13 Jahre in der NBA bei den Boston Celtics und gewann in dieser Zeit dreimal den Ring, die NBA-Championship. Hätte es nicht Magic Johnson von den LA Lakers gegeben, Larry Bird hätte wohl über Jahre die NBA nach belieben dominiert. So aber kam es zu den legendären Duellen zwischen Bird und Magic., deren Geschichte so eng miteinander verwoben ist, wie bei keinen anderen Spieler in der NBA-Geschichte.



Die Anfänge seiner Karriere

Larry Joe Bird wurde am 7. Dezember 1956 als viertes von sechs Kindern im ländlichen Indiana geboren. Im Alter von 14 Jahren spielte Larry Bird seine erste Saison an der Springs Valley Highschool in French Lick. Anfangs noch ein eher durchschnittlicher Spieler verbesserte Bird sein Spiel beinahe explosionsartig und als er in der Saison 1973/74 seine letzten Spiele für die Highschool absolvierte, waren schon längst, aufgrund seiner überragenden Quote von 30 Pts. und 17 Rbs. (Rebounds) pro Spiel, zahlreiche Colleges an seiner Verpflichtung interessiert. Larry Bird entschied sich dann für ein Stipendium an der traditionsreichen Indiana University, sein Aufenthalt dort war aber nur kurz und er verließ die Universität nach nur kurzer Zeit und wechselte an die Indiana State University. Dort führte er das dortige Basketballteam, die Sycamores, bis ins Finale der NCAA Championship, den amerikanischen Collegemeisterschaften. Gegner dort war eine Mannschaft namens Michigan State Spartans, in der ein ebenfalls sehr talentierter Spieler stand. Sein Name: Magic Johnson. Dieses Zusammentreffen der beiden war das erste in einer langen Reihe von Duellen, die ganz Amerika elektrisieren sollten. Allerdings konnte Magic Johnson dieses erste Duell für sich entscheiden und gewann mit den Spartans die NCCA.



Das erste Jahr in der NBA

Bereits 1978 von den Boston Celtics gedraftet, wechselte Larry Bird in der Saison 1979/80 in die NBA zu eben jenen Celtics. Diese Saison sollte zur Initialzündung für die NBA werden, denn zur gleichen Zeit streifte an der Westküste der USA ein gewisser Magic Johnson das gelbe Trikot der Lakers über. Larry Bird war maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich die Boston Celtics, von einem durchschnittlichen NBA-Team, wieder zu einem Titelfavoriten entwickelten und so an ihre glorreiche Vergangenheit anknüpfen konnten. Die Saisonstatistik in Birds erstem Jahr kann sich sehen lassen, ihm gelangen mit den Celtics in der Regularseason 61 Siege bei nur 21 Niederlagen und Bird wurde auf Anhieb noch vor Magic Johnson Rookie of the Year. Allerdings blieb Bird in dieser Saison verwehrt, was Johnson mit den Lakers gelang. Er holte den NBA-Titel an die Westküste nach Los Angeles.



Die Jahre 1981 bis 1984

In der darauf folgenden Saison 1980/81 verstärkten sich die Celtics, um Bird mit Robert Parish und Kevin McHale, entsprechend und untermauerten so ihre Titelambitionen. In diesem Jahr gelang den Celtics unter der Führung von Larry Bird der große Erfolg und sie holten den Ring nach Boston. Bereits zu diesem Zeitpunkt war Bird wohl der beste Forward der NBA und war ein typischer Crunchtime-Player, d.h. Bird entwickelte besonders kurz vor Schluss in engen Spielen einen enormen Druck auf die gegnerische Mannschaft. Dieser 207cm große Spieler entwickelte trotz seiner mangelnden Schnelligkeit exzellente Qualitäten in der Defense, weshalb man ihm beinahe hellseherische Fähigkeiten nachsagte. In der Saison 1983/84 gelang Bird mit den Boston Celtics der erneute Titelgewinn, in einer packenden Finalserie schlugen sie die von Magic Johnson geführten Lakers mit 4-3. Nur ein Jahr später in der Saison 1984/85 standen sich diese beiden Teams erneut gegenüber, diesmal mit dem besseren Ende für die Lakers. Die LA Lakers holten den Titel nach einer 4-2 Finalserie wieder an die Westküste.



Die legendäre Spielzeit 1985/86

Die Saison 1985/86 machte Bird endgültig zu einem NBA-Titanen, als er neben der sagenhaften Bilanz von 67 Siegen bei nur 15 Niederlagen als erster Spieler überhaupt im Spiel gegen die Indiana Pacers 42 Pts. und 20 Rbs. holte. Die Ausmaße dieses Spiels sind noch heute zu erkennen, denn der Begriff des 40-20 Spiels geht auf Larry Bird und diesen Abend zurück. Ausserdem wurde Bird in dieser Saison der MVP (Most valuable Player) der Regularseason und gewann den ersten 3-Pts.-Shootout beim All-Star Game. Im Finale der NBA bezwang man die Houston Rockets mit 4-2 und Bird wurde zum dritten Mal NBA-Champion. Das letzte große Duell der Celtics gegen die Lakers fand in der Finalserie der Saison 1986/87 statt, die wiederum mit 4-2 an die Lakers ging.



Der Herbst seiner Karriere

Nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre konnte Bird nicht mehr an seine Leistungen anknüfen, da ihn oft Verletzungen am Einsatz hinderten. So kam Bird in der Saison 1987/88 nicht über 6 Einsätze hinaus. In den folgenden Jahren war er immer wieder verletzt und fehlte den Boston Celtics insgesamt 59mal. Allerdings folgte 1992 für Bird noch einmal ein sportlicher Höhepunkt. Als Mitglied der US-Nationalmannschaft holte er, an der Seite seines jahrelangen Kontrahenten Magic Johnson, Gold bei den olympischen Sommerspielen von Barcelona. Larry Bird gab am 18. August 1992, kurz nach dem Gewinn des olympischen Goldes, seinen Rücktritt vom aktiven Sport bekannt. Doch es dauerte nur fünf Jahre bis Bird wieder auf der Bank saß, diesmal allerdings als Headcoach der Indiana Pacers. Er wurde zum Coach of the Year gewählt und erreichte mit den Pacers die Finalserie 1999/2000, unterlag dort allerdings mit 4-2 gegen seine alten Rivalen aus Los Angeles. Danach beendete er vorerst seine Karriere als Headcoach und trat im Juli 2003 das Amt des Sportdirektors der Indiana Pacers an.



Larry Bird, eine Karriere im Rückblick

Wohl kein anderes Paar der NBA-Geschichte zog mit ihren Duellen die Massen derart in den Bann, wie Bird und Magic. Die NBA blühte unter ihnen regelrecht auf. Zum ersten Mal in der Geschichte der NBA wurden Spiele live im Fernsehen übertragen. Die Zuschauer wollten auch zuhause die elektrisierenden Duelle zwischen diesen beiden Protagonisten verfolgen. Larry Bird war insgesamt 3mal NBA-Champion, er wurde von 1984 bis 1986 zum MVP gewählt, war von 1980 bis 1988 durchgehend im All-Star Team, gewann von 1986 bis 1988 alle Shootout-Wettbewerbe, wurde 1984 und 1986 zum MVP der NBA-Finals gewählt. Er spielte 897mal für die Boston Celtics und erzielte dabei 21.791 Pts., was einen Schnitt von 24,3 Pts. pro Spiel ergibt. Er stellte zahlreiche Rekorde auf, u.a. einen persönlichen und einen Teamrekord im Spiel gegen die Atlanta Hawks am 25. März 1985, in dem er 60 Pts. erzielte. Darüber hinaus erzielte Bird mit den Celtics einen 690-276 Rekord (690 Siege, 276 Niederlagen). Am 2. Oktober 1998 wurde Larry Bird in die Hall of Fame des Basketballs aufgenommen. Das letzte Wort soll an dieser Stelle der NBA Encyclopedia vorbehalten bleiben, die die erste Saison von Bird und Magic folgendermaßen beschreibt: „The Arrival of Magic and Bird marks Season of change“
 

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